Halten

Redaktion: Markus Aschwanden KKI
Drohnen-Fotografie: Felix Aschwanden

Erstellt: 2019
Datensammlung: Vreni Bissig-Herger

Foto 002492     Das Häimä Halten liegt Eingangs Dorf, unterhalb der Bärchistrasse. Neben Haus und Stall neueren Datums gehört ein Bienenhaus zum Heimwesen.

Drohnen-Video: Flug über die Halten.

Grundbuch

Liegenschaft Nr. 78

(Hauptbuchblatt 67), Plan Nr. 4, Halten
8510 m²

Eigentümer
Gerhard Peter Infanger-Gisler
Dorfstrasse 2, 6461 Isenthal

 

 

Die Besitzer der Halten

Ein Nachkomme des Stalde-Toni: Die  Aschwanden-Haltiger

Foto 06710   Vater Infanger Halten  um 1840

Der Sohn von Stalde Toni, Johann Aschwanden 1799-1879 heiratete, wie zwei seiner Brüder, eine Frau aus der Familie Infanger  auf der Halten. (s.h. Foto Vater Infanger, Halten).

Dieser Johann Aschwanden-Infanger liess sich mit seiner Familie um 1830 im Siti nieder. Sowohl er, wie auch seine Frau Marili, waren angesehen. Marili wurde als Hebamme geschätzt. Sie schenkte selber auch 14 Kindern das Leben.

Später verliessen Marili und Johann das Siti und zogen in die Halten. Sie wurden nun Haltiger genannt. (die Aschwanden-Haltiger)

Mit dem Tod des blinden, ledigen Johann starb 1939 die Haltiger-Linie der Aschwanden aus. 

 Der Getscheler in der Halten

 Foto 05145   Ratsherr Alois Bissig-Truttmann mit Sohn Alois und Tochter Marie.

Nach Marili und Johann Aschwanden-Infanger folgte 1879 Alois Bissig-Truttmann 1848-1913, genannt Getschi Wisu, als Besitzer der Halten. Er war Ratsherr.
Sein Sohn Alois, Halten-Lehrer genannt, lebte in Erstfeld.

 

Die Schwiegermutter von Alois Bissig-Truttmann (Getschi Wisu) , Verena Truttmann-Aschwanden stammte von der Halten.

 

 Die Infanger-Haltiger

 

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Das Ehepaar Michael 1871-1940  und Marie 1884-1962 Infanger-Bissig, Halten

 

Die Tochter von Getschi Wisu,die Marie,  heiratete Michael Infanger von der Schattigmatt. Sie besassen und bewirtschafteten fortan zwei Häimä. die Halten und die Schattigmatt.

Michael amtete als Kirchenvogt, was die Wertschätzung der Isenthaler  ausdrückt.

Das einzige Kind vom Marie und Michael war der Sohn Alois, der Haltiger.

 

Marie begann um 1915 neben der Viehzucht mit der Bienenhaltung.

Foto 00496           

Der Sohn von Marie und Michael Infanger-Bissig, Alois Infanger 1911-1982,  heiratete Rosa Zwyssig 1916-2005 von Seelisberg.  Nebenhochzeiter: Margrit Zwyssig und Franz Infanger (Schipf Franz).

Foto 16003              Die Rechnung fürs Hochzeitsessen im Restaurant Folligen fiel bei 24 Gästen aus heutiger Sicht äusserst günstig aus.
Der Sohn von Marie und Michael Infanger-Bissig, Alois Infanger 1911-1982,  heiratete Rosa Zwyssig 1916-2005 von Seelisberg.

Foto 00506              Dem Ehepaar Rosa und Alois Infanger-Zwyssig wurden 11 Kinder geschenkt.
1 Michael, 2 Marie, 3 Margrit, 4 Rosa, 5 Mutter Rosa, 6 Vater Alois, 7 Alois, 8 Theres, 9 Klara, 10 Bertha, 11Bernadette, 12 Ruth, 13 Gerhard 

Foto 16005 

Rosa Infanger-Zwyssig war eine unermüdliche Schafferin.
Neben der Betreuung ihrer 11 Kinder setzte sie sich mit viel Kraft im Stall und auf dem Feld ein.
Sie übernahm die Bienenhaltung ihrer Schwiegermutter und blieb den  Bienen mit grosser Begeisterung bis ins hohe Alter treu.
Zusätzlich zog Rosa noch eine Schweinezucht auf und leistete auch diese Arbeit mit Freude.
Die Schweine waren ihr Stolz. So musste ihr Mann Alois mit der Fäärlimoorä (Muttersau) auf dem Einachser bis nach Erstfeld um sie dort decken zu lassen.

Auch die Pflege der Schwiegermutter Marie erledigte Rosa mit Freude und Einsatz.

 

Grossmutter zügeln

Die Familie Alois und Rosa Infanger-Zwyssig lebte im Sommer in der Schattigmatt, weil dort mehr Arbeit anfiel. Das Haus in der Halten vermieteten sie in dieser Zeit an Feriengäste.
Als die Mutter Marie schon sehr krank war, zügelte man sie auf ihrem Nachtstuhl mit einem Holzwagen zurück in die Halten.

Die Besitzer im Jahr 2019

Foto 12291       Der jüngste Sohn von Alois und Rosa Infanger-Zwyssig, Gerhard 1955 Infanger, übernimmt 1979 den Hof. Im folgenden Jahr heiratet er Doris Gisler aus Schattdorf

Foto 16001    Doris und Gerhard sind begeisterte Viehzüchter. Für die Alpabfahrt schmücken sie ihre Kühe liebevoll.

Eigentums-Übergänge in der Halten laut Hypothekarbuch-Uri

ca     -1835 Familie Infanger
ca 1835-1879 Johann und Marili Aschwanden-Infanger Kirchenvogt
ca 1879 -1913 Alois Bissig-Truttmann (Getschi Wisu)
1913-1940 Michael und Marie Infanger-Bissig
1940-1979 Alois und Rosa Infanger-Zwysssig
1979-2019 Gerhard und Doris Infanger-Gisler
2020 1.1. Markus und Martina Infanger-Arnold

 

Der Betrieb

Foto 01759  Gerhard übernahm den elterlichen Betrieb 1979. Als initiativer Jungbauer ging er die Modernisierung des Betriebs zielstrebig an. Da mussten auch die Wiesen maschinengängig gemacht werden. Diese Mauer mit dem Kreuz war natürlich ungünstig. 
Grossvater Michael war Kirchenvogt. In seiner Amtszeit erhielt die Kirchgemeinde ein neues Missionskreuz. Michael stellte das alte Kreuz in der Halten auf.
Neffe Gerhard zügelte dieses Kreuz in den neu erworbenen Vorderen Chlosterberg.

Foto 16025   Gerhard und Doris erbauten 1989 an der Stelle des alten Hauses ein neues Zweifamilienhaus mit grossem Garten.

Foto 01758   1999 wurde auch der Stall abgerissen und an dessen Stelle ein neuer moderner Stall gebaut. Der Stall war auf Hornkühe ausgerichtet und wurde als Anbindstall konzipiert. Gerhard stellte 2016 von Brown Swiss auf Original Braunvieh um.

 

Foto 16000                   Um seinen Betrieb zu vergrössern pachteten 1977 Doris und Geri das Ringli, das im Besitz von Fränzis Franz und Josef, den Cousins von Vater Alois war. 1991 kaufte die Gemeinde das Grundstück aus der Erbmasse, um dort Bauparzellen anzubieten. Doris und Gerhard konnten aber gleichzeitig aus dieser Erbmasse den Vorderen Chlosterberg kaufen.
1994 pachteten sie von Josef Gasser das Guetig und 1997 von Geris Schwester Berta das Kleinwäldli.
Gerhard suchte zur Aufbesserung des Verdienstes neben der Arbeit im Landwirtschaftsbetrieb  jahrelang Teilzeitarbeit auf dem Bau.

Foto 16469           

Markus und Martina Infanger-Arnold werden ab 1.1.2020 den Betrieb führen.