Wissig

Redaktion: Markus Aschwanden KKI
Drohnen-Fotografie: Felix Aschwanden

Erstellt: 2019
Datensammlung: Vreni Bissig-Herger

Foto 004260       Das Häimä Wissig liegt gleich hinter dem Dorf auf dem sonnigen Hang und erstreckt sich von der Grosstalstrasse bis hinauf  in den Wald unter der Scheidegg. In ortsnamen.ch steht zur Deutung von Wissig: “Bei den Leuten auf dem Hof der Wisso, evtl. geht der Name auch auf ‘Fan Zwyssig’ zurück”

Drohnen-Video: Flug über die Wissig

Grundbuch

Liegenschaft Nr. 145

(Hauptbuchblatt 251, 252), Plan Nr. 6, Wissig
49’519 m²

Eigentümer
Werner Herger-Bissig
Dorfstrasse 56, 6461 Isenthal

 

 

Die Besitzer der Wissig

Bissig in der Wissig

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Um 1859, bei der Eröffnung des Hypothekarbuches Uri besitzen Anton 1825-1894 und Franziska 1826-1905 Bissig-Zwyssig die Wissig zusammen mit Andreas Bissig 1822-1879, dem Bruder von Anton. Andreas heiratet 1850 Anna Maria Zwyssig und 1862 Aloisia Aschwanden und zieht in den Unteren Stalden.

1894  Die Söhne von Franziska und Anton Bissig-Zwyssig Karl, Johann (Schüeni-Schwarz genannt), Josef (Egg) und Josef-Maria erben nach dem Tod des Vaters die Wissig.

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Karl Bissig 1853-1921 kann die Wissig schliesslich als Alleinbesitz übernehmen.
Karl Bissig-Infanger amtet im Isenthal als Gemeindeweibel.

Er heiratet 1884 Josepha Infanger 1863-1912
und 1914 Aloisia Infanger 1868-1941.

Bei 13 Geburten werden nur 3 Kinder erwachsen, die 3 Töchter: Anna (sie stirbt mit 21 Jahren)
Maria (Ds Weibeli)
und Josefa.

 

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Marie Bissig 1893-1973 (Ds Weibeli) erbt nach dem Tod des Vaters Karl Bissig-Infanger 1921 zusammen mit ihrer Schwester Josefa Bissig die Wissig. Ihre Schwester Anna hat sich 14 Jahre zuvor den 10 verstorbenen Geschwistern zugesellt.

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1915 heiratet Josefa Bissig 1896-1930, Wissig, die Tochter von Karl Bissig-Infanger, Kapar Herger 1878-1944, Sohn von Aloisia und Johann Josef Herger-Müller vom Schattig Horlachen.

1921 kaufen sie Marie Bissig ihren Teil an der Wissig ab und sind damit alleinige Besitzer des Häimä.

Herger in der Wissig

Foto  16019        Dem Kirchlichen Stammbuch können folgende Kinder der Familie Kaspar und Josefa Herger-Bissig entnommen werden:  Karl 1917  /  Marie Paulina 1918  /  Rosa Hermina 1919  /  Agatha 1920  /  Johann 1921  / Andreas 1922  / Ferdinand 1923  /  Hermina 1924  /  Josef 1926  /  Paul 1927

1946 , zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters Kapar Herger-Bissig, sind die Brüder Johann und Kaspar Herger als gemeinsame Besitzer der Wissig vermerkt. Das bleibt so bis 1955.

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Ab 1955 kann Andreas Herger 1921-1993  die Wissig ganz als sein Eigentum führen.
Er heiratet im gleichen Jahr Marie Aschwanden 1924-2005 aus Bauen.

Foto 16009 u 00413      Marie und Res Herger-Aschwanden, Wissig (D Chaschpers) werden Eltern von 7 Kindern : v.l.   Toni  /  Verena  /  Rosmarie  /  Peter  / Werner    (Andreas Resi 1965-1986 und Felix fehlen)

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1983 übernimmt Sohn Werner Herger 1959-  die Wissig.
Er heiratet Pia Bissig vom Wiler. Das Ehepaar Pia und Werner Herger Bissig bleit kinderlos.

Besitzer im Jahr 2019

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Werner und Pia Herger-Bissig sind Besitzer der Wissig.

Besitzer der Wissig laut Hypothekarbuch Uri

1859 Anton und Franziska Bissig-Zwyssig, Wissig und Egg (Schueni Toni)
1894 Karl und Josepha Bissig-Infanger, Gemeindeweibel (von 13 Kindern werden nur 2 älter als 21 Jahre).
1921 Geschw. Marie und Josefa Bissig gemeinsam (Marie Ds Weibeli)
1921 Josefa und Kaspar Herger-Bissig (Kauf)
1949 Gebr. Johann und Kaspar Herger übernehmen nach dem Tod des Vaters Kaspar
1955 Andreas und Marie Herger-Aschwanden übernehmen das Häimä allein
1983 Sohn Werner Herger, verh. mit Pia Bissig vom Wiler

 

Der Betrieb Wissig

Foto 11595             Das Wissighaus wurde 1752 erstellt und diente über 2000 Jahre den Häimä-Eigentümern als Wohnsitz.

Foto 17524           Im Haus mit den zwei Wohnungen leben oft drei Generationen gleichzeitig. Auch Josef und Hermine Ziegler-Herger, Transporte, wohnen im Haus, bis sie ihr eigenes 1963 beziehen können.
Das Haus wird als historisches Juwel unter Schutz gestellt. Damit ist ein freier Umbau nicht mehr möglich.

Foto 17521                  Andreas und Marie Herger-Aschwanden leisten viel körperliche Arbeit, weil Maschinen nur nach und nach angeschafft werden.

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Für Herger Res ist neben der Jagd das Wildheuen eine grosse Leidenschaft.

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1972 baut Andreas Herger-Aschwanden einen neuen Stall. Damit werden der alte Stall und der Stall oberhalb des Wanderweges Luss-Weid überflüssig und können abgerissen werden.

Marie und Andreas Herger-Aschwanden führen den Landwirtschaftsbetrieb gemeinsam. Sie betreiben Rindvieh-Aufzucht und Mast und halten Schafe, Schweine und Hühner.
Im Winter ist Holzen ein Nebenerwerb.

Foto 004286                   Werner und Pia Herger-Bissig bauen 1987/88 neben dem alten Haus ein neues Einfamlienhaus. Das geschützte alte Haus bleibt vorläufig stehen, wird aber weder genutzt noch gepflegt.

Foto 002840           Um die Jahrtausenwende ergibt sich eine fantastische Lösung für das historisch wertvolle Haus. BenjaminHitz Gross und Bettina Gross kaufen das Haus. Es wird in der Wissig abgebaut und im Dorf fast original wieder aufgebaut. Dort ziert es nun das Dorfbild.

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Werner Herger treibt nachdem er 1983 das Häimä übernomnen hat, die Mechanisierung des Betriebs voran.
Er übernimmt den Hof vom Vater mit Milchkühen und Kälbermast. 1995 kauft er die ersten Schafe.
1988 stellt er total auf Schafe um. Im Stall sind nun rund 50 Schafe mit ihren Lämmern. Die Schafe verbringen den Sommer auf der Alp (Riseten-Glattigrat) gemeinsam mit andern Schafen. Vier Isenthaler-Bauern (Werner Herger, Daniel Imholz, Markus Arnold und Christian Gisler) schauen abwechslungsweise zu den Tieren. Zwei Herden-Schutzhunde (von Daniel Imholz) sorgen für die Sicherheit der Schafe.
In dieser ‘tierlosen’ Zeit bringen Werner und Pia Herger-Bissig  in der Wissig das Futter für den Winter ein.

Foto 003493                Neben der Wissig gibt es dann auch noch das Häimä Bürglen, das auch der Familie Herger gehört, zu bearbeiten.
Werner arbeit zusätzlich zu seiner Arbeit als Bauer auch noch als Kundenmaurer.

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Trotz der vielen Arbeit findet Werner im Herbst Zeit für sein geliebtes Hobby, die Jagd.